Schattensonnes Reich
  ☀ Missbrauch
 
 






Eine rechte Definition für Missbrauch scheint es nicht zu geben, was
aber nicht heißt, dass es ihn deshalb nicht gibt. Er ist wohl viel zu
umfassend, also zu vielseitig, gerade das macht es wohl schwer, ihn
genau zu definieren, wie mir scheint.

F
ür mich ist Missbrauch der falsche, schlechte, böse, schädliche,
unsachgemäße, nicht so vorgesehene, unerwünschte Gebrauch einer
Sache oder Person.
Wird ein Mensch über längere Zeit extrem falsch behandelt/ benutzt/
missbraucht, kann das immense  seelische Wunden aufreißen, die nur
sehr schwer oder gar niemals wieder verheilen.
Missbrauch wirkt sehr
traumatisierend auf Menschen und führt  auch irgendwie zum Seelentod
geradezu. Er behindert auch das Leben, die Lebensgrundlage der Opfer
und
ihre Entwicklung. Opfern ist das oft alles garnicht bewusst, viele
merken garnicht, wie sie sich verändert haben.


Beim Missbrauch von einem Menschen wird meiner Meinung nach diesem
durch einen anderen bzw. durch andere Menschen großes Leid zugefügt,
indem er psychisch und/ oder körperlich benutzt, regelrecht ausgenutzt,
ausgebeutet wird. Dabei sind fast immer wohl auch Macht, Kontrolle und
Gewalt im Spiel.
 Missbrauch und Gewalt sind wohl kaum zu trennen.

Vor allem wird aber auch das Vertrauen und zumeist ein hierarchisches
oder emotionales o.a. Abhängigkeitsverhältnis des Opfers ausgenutzt.
Imgrunde wird machtvoll über einen anderen Menschen verfügt, dessen
Bedürftigkeit auf irgendeinem Gebiet bewusst und bedingt ausgenutzt.
Missbrauch geschieht also demnach auch ohne Einverständniserklärung
des Opfers, das Opfer wird regelrecht vom Täter bzw. den Tätern in seine
Rolle geradezu gezwungen.

Das Opfer wird zudem dazu oft noch unter Druck gesetzt bzw. geradezu
verängstigt, so dass es dem Missbrauch kaum/ nicht enkommen kann. Es
existiert also oft auch sowas wie ein Gebot der Geheimhaltung, damit der
Missbrauch ungehindert bzw. wohl auch ungestraft weitergehen kann.
Missbrauchsopfer sind oft wie eine Spinne im Netz eingesponnen, aus
dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Missbrauchstäter haben es echt
irgendwie drauf, diese Netze um sich zu spinnen, sich quasi abzusichern,
damit das Opfer keine Chance hat, zu Glauben, Recht, Gerechtigkeit zu
kommen, so meine eigene Erfahrung zumindest.

Vielleicht scheint´s auch nur so, weil andere Leute nicht sehen, hören,
helfen wollen, sich lieber am Leid anderer ergötzen, oder man als Opfer
den Mut bzw. die Kraft dazu oft nicht hat bzw. auch die richtigen Wege
nicht findet in seiner großen Not, dem zu entkommen, ich weiß nicht recht.
Zumindest fühlte ich mich öfters echt wie eine Spinne im Netz gefangen.





Wer Missbrauch hört, denkt zumeist schnell an sexuellen Missbrauch
bzw. auch an sexuelle Kinderschänder. Dies ist auch ein sehr ernst zu
nehmendes Thema und von großer Belange, wie ich zumindest finde.
Die wenigsten wollen aber wohl wahrhaben, dass das nur die Spitze des
großen Eisbergs ist, dass Missbräuche viel vielfältiger sind und häufiger
vorkommen, wie man glaubt, und diese aber auch oft nicht viel weniger
schlimm sind für die Opfer, nur weil andere es nicht wahrhaben wollen bzw.
als diese akzeptieren wollen.

Genau dies macht es für die vielen Opfer anderer Missbräuche wohl auch
gerade noch viel schmerzhafter und hindert sie oft wohl auch daran, offen
über den Missbrauch zu reden bzw. auch, sich aus der Abhängigkeit zu
lösen, ihrem Missbrauch selbst irgendwie ein Ende zu setzen.
Missbrauchsopfer werden auch von der Außenwelt oft nicht ernst genommen,
belächelt, beschämt, beschuldigt u.ä. leider noch. Zumindest wurde mir selbst
leider genau das immer wieder zum Verhängnis irgendwie.
Dies nicht erst als Erwachsene, sondern leider schon als wehrloses Kind. So
wird man erst recht mundtot gemacht und lahmgelegt, noch zusätzlicher
Kräfte und Hoffnungen beraubt, dem Horror zu entkommen.

Jeder Missbrauch ist schlimm, aber am schlimmsten ist wohl doch der in der
eigenen Familie und das noch oft an Kindern, da ist es ja auch am leichtesten,
aber auch am armseligsten, wie ich finde. Kinder haben oft dennoch eine
innige und loyale Beziehung zur Familie, sehen die Worte der Eltern oft auch
geradezu als Gesetz an. Sie hoffen weiterhin auf Besserung, auf Liebe, Nähe,
Zärtlichkeit der Eltern. Alle Kinder brauchen das und sehen sich danach und
alle Kinder haben noch Vertrauen zu Menschen, welches aber traurigerweise
durch Missbrauch und auch Gewalt oft schon früh zerstört wird.

Manche Kinder werden wirklich regelrecht zum Opfer von auch anderen
Leuten erzogen. Statt sie groß und stark zu machen und sie aufzuklären,
werden sie klein, schwach, schüchtern gemacht, verdummt und fügig
gemacht, sie werden dazu erzogen, sich unterzuordnen, sich alles gefallen
lassen zu müssen, notfalls sogar mit übelster Gewalt und Beschämung bzw.
auch Beschuldigung, für alles werden sie selbst verantwortlich gemacht.

So ist es kein Wunder, dass es dann Missbräuche oft auch noch durch
andere gibt und die Kinder sich noch nicht mal ihren Eltern/ ihrer Mutter
anvertrauen können bzw. dies nicht tun, weil sie schon wissen, keine Hilfe,
zu erfahren, sondern quasi mal wieder obendrein noch Strafe zu kassieren.
Anders konnte ich zumindest diese dauernden Selbst-schuld-Zusprechungen,
Beschämungen oder auch das Weghören, Wegsehen und Wegreden nie
nennen, weil ich´s genau so empfunden habe. Noch viel schlimmer ist, dass
diese Kinder geradezu als Opfer für Leute außerhalb der Familie prädestiniert
werden, wenn diese mitbekommen dürfen, dass die Kinder keinen Beistand
von ihren Eltern haben. Traurig, aber wahr. Und viele Kinder sind auch naiv,
glauben und hoffen sie doch, die fehlende Zuwendung dann eben vielleicht
woanders zu finden. Somit haben manche lieben Onkel sehr leichtes Spiel,
aber auf keinen Fall sind die Kinder daran selbst schuld.

Gerade sexueller Missbrauch findet demzufolge manchmal also, genau
deshalb vielleicht sogar, wirklich garnicht in der eigenen Familie statt,
sondern außerhalb, ohne dass es die Eltern aber erfahren. Ihren eigenen
Missbrauch des eigenen Kindes erkennen sie zumindest später auch nur
zumeist nicht an, selbst dann nicht, wenn ein sexueller Missbrauch an´s
Tageslicht kommt oder ihr Kind auf die schiefe Bahn rutscht bzw. den Bach
noch mehr runtergeht und absolut nix mehr geleugnet werden kann,
sie tun´s immer weiter nur. Vor allem heißt es dann auch, es war einmal,
aber jetzt ist doch alles gut, nun lach doch mal, lebe und weiter so Zeugs.
Der Vorwurf "Du bist erwachsen" dient einzig und allein auch nur dazu, dem
Opfer die Schuld für sein ruiniertes Leben, seine ruinierte Seele, seinen
ruinierten Körper ganz allein in die Schuhe zu schieben und jegliche
Verantwortung von sich. Erst kein Recht auf Liebe, Leben, Kindheit haben,
aber dann gefälligst die Pflicht, so erwachsen zu sein, alles zu vergessen,
aber auch gefälligst, endlich sein Leben mal auf die Reihe zu bekommen.

Viele Missbrauchsopfer entwickeln Antennen, stehen oft regelrecht auch
wie unter Starkstrom, haben Ahnungen und können ihre Missbräuche
oft trotzdem nicht vermeiden bzw. sich wehren oder damit dann an die
Öffentlichkeit, eben wegen all diesen Sachen. Genau solche Antennen
besitzen aber scheinbar wohl Missbrauchstäter auch, hab ich die Erfahrung
gemacht, sie finden ihre Opfer, wissen vorher schon bescheid, mit wem
sie´s machen können, ohne das Opfer
auch nur ein bissel weiter zu kennen.
Selbst als ich mich mit garkeinem Mann mehr tiefer einließ und auch nix
von meiner Geschichte verlauten ließ, kamen komischerweise immer wieder
in diversen Foren, welche nix mit Missbrauch, Gewalt oder auch Sex zu
tun hatten, doch auch Doms, BDSM- und Fisting-Liebhaber auf mich zu
mit ihren Wünschen oder aber auch anfänglich ganz liebe Menschen, die sich
dann aber später als ganz andere Menschen entpuppten, wie sie anfangs
vorgaben. Aus vielen Opfern werden Täter und da kennen die nun mal die
Taktiken, aber viele Opfer ja aus Erfahrung auch und wissen sich deshalb
dann zumindest doch auch immer öfters und immer besser zu schützen. 

Missbrauchsopfer begeben sich oft wieder in ähnliche Situationen rein, in
der Hoffnung sie bereinigen zu können, sie anders ausgehen lassen zu
können, sie steuern zu können zu ihren Gunsten bzw. führen sie solche
Situationen auch unbewusst wohl gar herbei. Manche missbrauchen sich
auch selbst weiter, ohne dies imgrunde eigentlich zu wollen. Ich hatte bei
mir selbst zumindest oft diesen Eindruck irgendwie. Wenn ich das aber
ansprach, erklärten mir andere Leute immer "Selbstmissbrauch gibt es
nicht". Ich glaube aber schon irgendwo, dass es sowas wohl gibt, anders
kann ich mir meine Empfindungen einfach nicht erklären, und ich hatte diese
wirklich oft, hab sie auch heute noch öfters, obwohl ich ja ganz alleine bin.
Manchmal ist es wie eine Art Selbstbestrafung und dann sind es aber auch
andere Sachen manchmal, wo mir das so scheint. Allerdings bekomm ich
das auch meist erst danach irgendwie mit, wenn´s dann schon zu spät ist.
Oftmals sind da zumindest auch Schuldgefühle im Spiel oder gar Schuldigkeit.
Und ich scheine auch eine Menge falscher Schuldgefühle in mir zu haben,
zumindest weiß ich vom Kopf her oft, bin nicht schuld, hab nix verbrochen,
und trotzdem fühl ich mich schuldig und schlecht, ganz komisch irgendwie.

Ich werd mal versuchen, auch das Thema SELBSTMISSBRAUCH bei
Gelegenheit noch bissel auseinander zu pflücken. Mal schauen, wie weit
ich damit komme, ob ich´s überhaupt hinbekomme, und was man dazu
dann auch im Netz vielleicht so an aufschlussreichen Wissen findet.

Hab mal gegoogelt und eine Seite mit sehr interessanten Informationen
zum Thema Missbrauch, Missbrauchsbeziehungen, Missbrauchsformen, 
Selbstmissbrauch, Folgeschäden und deren Bewältigung
gefunden ...

seele-und-gesundheit.de/psycho/missbrauch.html




 
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